Der Baumschuler








Sichtung und Züchtung


Neue Sorten entstehen: Züchtung und Sichtung von Gehölzen

Immer hochwertigere und widerstandsfähigere Gehölze werden in Baumschulen angebaut. Sie entstehen auf natürliche Weise und ohne Einsatz von Gentechnologie, nämlich durch Züchtung und Auslese.

 


Zum Beispiel Obstgehölze

ObstgehölzeAusgangsmaterial für die Obstzüchtung ist genetisches Material, das in Genbanken gesammelt, beschrieben, erhalten und charakterisiert wird. Einzigartig in ihrer Bedeutung für die Baumschulwirtschaft ist die Genbank in Dresden-Pillnitz mit einem Bestand von fast 3000 Kern-, Stein- und Beerenobstmustern.

Für die Züchtung werden sowohl alte und neue Sorten als auch Wildobstarten verwendet. Ziel ist es, Schäden an den Gehölzen zu verhindern: Die Obst-Neuerungen sollen möglichst gegen Krankheiten, Schädlinge und Umweltstress resistent sein.

 

 


Zum Beispiel Rosen

ADR-RoseAn mehr als hundert Rosensorten wurde bislang die Auszeichnung „ADR-Rose" verliehen. Das Label steht für „Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung“. Unter strengsten Qualitätskontrollen werden damit neue Sorten für erstklassige Eigenschaften prämiert – für ihre Blüte und ihren Duft, aber auch für Wuchs, Winterhärte, Fruchtbildung und vor allem für Pflanzengesundheit.

Auch hier ist und bleibt die Widerstandsfähigkeit das wichtigstes Merkmal. Um diese objektiv beurteilen zu können, wachsen die zu prüfenden Rosen ohne jedweden Einsatz von Pflanzenschutzmittel heran. Die Rosen werden an 11 Standorten, verteilt über das gesamte Bundesgebiet geprüft.
Mehr zum Thema „ADR“ erfährst du unter: www.adr-rose.de

 


Den Wert neuer Sorten prüfen

Weil in den letzten Jahren zahlreiche neue Gehölzsorten entstanden sind, kann der Wert jeder einzelnen Sorte nur beurteilt werden, wenn Neuerungen sachlich geprüft werden. Das ist die Aufgabe der Gehölzsichtung.

Bis eine Sichtung abgeschlossen und die Eignung einer Neuerung abschließend beurteilt werden kann, vergehen mehrere Jahre. Und auch später müssen sich die Pflanzen- Neuheiten immer wieder dem Vergleich mit bewährten Sorten stellen.

Während es bei Ziergehölzen darum geht, den Schmuckwert zu beurteilen, wird bei Bäumen in erster Linie das Wuchsverhalten überprüft. Frostresistenz, Blüte und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge bilden weitere Kriterien .

Die Sichtungsgärten, die sich an der Gehölzsichtung beteiligen, sind mittlerweile über die gesamte Bundesrepublik verteilt. Somit ist gewährleistet, dass die Prüfung unter unterschiedlichen Standort- und Klimabedingungen erfolgen kann.

Mehr über Sichtungen erfährt du auf der Homepage des Arbeitskreis Gehölzsichtung. Er ist auf Initiative des Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. entstande. Die Koordination alle Sichtungen in Deutschland erfolgt durch das Bundessortenamt.

 

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