Der Baumschuler








So wird man Baumschuler/in


Baumschuler/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf.

Baumschuler/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf.Die offizielle Berufsbezeichnung lautet: Gärtner/in Fachrichtung Baumschule. Während der 3-jährigen Ausbildung besuchen Baumschuler/innen wie andere Auszubildende auch die Berufsschule. Die theoretische Ausbildung findet im ersten und zweiten Ausbildungsjahr an zwei Wochentagen, im dritten Ausbildungsjahr einmal wöchentlich, in einigen Bundesländern im Blockunterricht statt. Unterrichtet werden Baumschuler/innen zusammen mit den Azubis anderer Fachrichtungen des Gärtnerberufs. Einzige Ausnahme: An der Berufsschule Elmshorn in Schleswig-Holstein und im Raum Weser-Ems gibt es reine Baumschuler/innenklassen.

Eine Besonderheit gilt in Bayern, Baden Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Dort können Baumschuler/innen innerhalb der Ausbildung den Schwerpunkt Pflanzenfachberater/in wählen. Sie lernen zusätzlich, wie man Produkte besonders gut präsentiert, verkauft und Kunden berät.

Mehr zum Schwerpunkt „Pflanzenfachberater/in“ findest du u.a. hier. www.pflanzenfachberater.de

 

 

Was, wann, wie, wo ...

 

Die folgende Übersicht zeigt, welche Inhalte in welchem Ausbildungsjahr vermittelt werden. Die Ausbildungsvergütung ist übrigens von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

1. Ausbildungsjahr

Praxis (Baumschule)

  • Pflanzenarten- und Sorten bestimmen,
  • Vermehrungsarbeiten,
  • Bodenlockerung und mechanische Unkrautbekämpfung,
  • Topfen, Pflanzen und Aufschulen (Link: Technik: Kulturtechniken),
  • Bedienen technischer Wachstumsregulatoren,
  • Arbeiten mit Handgeräten und deren Wartung.

Theorie (Berufsschule)

  • allgemeines Gärtnerwissen, wie z.B. Pflanzen- und Bodenbiologie, Ökosysteme (Link: Natur/Ökologie),
  • Wirtschaftspolitik und Pflanzenvermehrung.

Vergütung

  • 350 - 444 EURO

2. Ausbildungsjahr

Praxis (Baumschule)

  • Veredelung und andere Arbeiten an der Pflanze,
  • Wachstumsbedingungen und Wachstumsregulatoren,
  • Einsatz und Wartung von Geräten, Maschinen und anderen technischen Geräten,
  • Materialkunde,
  • Roden von Hand und mit Maschinen,
  • Ballieren (Link:baumschuler_6) sowie manuelles und maschinelles Sortieren,
  • Verpacken, Kennzeichnen und Verladen.

Theorie (Berufsschule)

  • Vertiefungsunterricht mit Pflanzenschutz und Düngelehre.

Vergütung

  • 420 - 520 EURO

3. Ausbildungsjahr

Praxis (Baumschule)

  • Vermehrungsarten, Kultur- und Pflegemaßnahmen
  • Erkennen von Störungen an Maschinen und betriebsübliche Reparaturen
  • Werkstoffe und Hilfsmittel
  • Rodetermine und -methoden
  • Sortierverfahren, -vorschriften und Qualitätsnormen
  • Lagerung und Absatz
  • Beschaffung und Ausführung von Aufträgen

Theorie (Berufsschule)

  • fachspezifische Ausbildung mit Baumschultechniken,
  • Veredelungen

Vergütung

  • 480 - 580 EURO

Abschlussprüfung

Sie besteht aus einem praktischen, schriftlichen und mündlichen Teil:

In der praktischen Prüfung sind Arbeiten an der Pflanze zu planen, vorzubereiten und durchzuführen.
In der schriftlichen und mündlichen Prüfung müssen Fragen zu Pflanzenkenntnissen, betrieblichen Zusammenhängen und aus der Wirtschafts- und Sozialkunde beantwortet werden.

Eine nicht bestandene Prüfung kann zweimal wiederholt werden.

 

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